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Und als die Sonne aufging - Text

Und als die Sonne aufging...
...ran das Flüsslein nimmermehr
Sein warmer Quell er war versiegt
Und lag nun schlaff in einem Meer
Aus Blättern und aus Wurzelwerk
So tragisch schön doch anzuseh'n
Und als die Sonne weiterzog
Konnte man sie weinen seh'n
In Trauer um jenes Gefäß
Dem der kleine Fluss entsprang
Und in der Ferne hörte man
Wie heuchelnd eine Stimme sang
Von Opfern und der Schuld der Seele
Die es zu begleichen gilt
Gegenüber einem Schöpfer
Der mit Willkür mit und spielt
Nebel steigt auf aus den tauschweren Gräsern
Und mit ihm die Geister all jener die schwanden
Zum Tode getrieben von der Schande der Weisheit
Erkenntnis macht einsam und lässt Seelen wandeln
Zwischen den Welten, von Unruh getrieben
Gefangen im Jenseits, im Meer der Verdammten
Auf der Suche nach dem Ziel und dem Sinn
Den sie zu Lebzeiten nicht fanden
Und als umher der Mittagszeit
Die Sonne hoch am Himmel stand
Der Nebel jedoch nicht verblasste
Nur zu neuer Dichte fand
Genährt von Hass und Kummerklagen
Aus Gräbern aus der Zwischenwelt
Auf dem Weg zur letzten Schlacht
Zu greifen was sich lebend stellt
In schwelender Pein
Die Stille sich streckt
Sie haben mit herzlosen Taten
Des Schnitters Horden geweckt
So wächst die eiskalte Wand
Zu ziehen übers ganze Land
Zu holen fromme Seelen
Ohne Rücksicht auf Gesinnung oder Stand
Die Schemen, sie zehren vom Leid,
Von nahendem Tod,
Panik, Angst und Verzweiflung
Sind ihr Henkersbrot
Sie klammern sich an ihre Götzen
Um herbeizuflehen die Rettung vor
Dem Nebel der Vergeltung und
Der Niedertracht, die sie verdient
Mit jedem Atemzug der Ignoranz gefrönt
Es erschlaffen die Leiber
Und schwinden in der Dämmerung
Und keiner sollte je erfahren
Wohin das Schicksal sie gebracht
Nur eins ist sicher und das merke dir
Als die Moral von dieser Mär
Sie starben wie sie lebten,
In Furcht vor einer unsichtbaren Macht
Und als am späten Abend
Die Sonne unterging
War nichts mehr da von dem was war
Und alles roch nach Neubeginn

Text eingefügt von roman59


Geistesreisen durch Dämmertage

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